Heuschnupfen - Allergien

Heuschnupfen und andere Allergien

Heuschnupfen und andere Allergien sind nach schulmedizinischer Auffassung eine überschießende Immunreaktion. Eigentlich für den Organismus harmlose und alltägliche Substanzen werden vom Immunsystem als schädlich erkannt und bekämpft. Dies führt dann zu den allergischen Symptomen.

Allergische Beschwerden können mit asiatischer Medizin und Akupunktur gut behandelt werden. Eine aktuelle Forschungsstudie (Annals of Allergy, Asthma and Immunology, 2008, 5, 535) in Deutschland hat beispielsweise gezeigt, dass sich bei 80% der untersuchten Patienten eine deutliche Verbesserung der Heuschnupfen-Symptome durch Akupunkturbehandlung eingestellt hat.

Aus Sicht der chinesischen Medizin sind bei Heuschnupfen und anderen Allergien häufig Meridian und Energie von Lunge, Milz oder Niere betroffen, weil diese für das Immunsystem besonders relevant sind.

Lunge

Die Lunge hat in der chinesischen Medizin unter anderem die Aufgabe der Abwehr von außen kommender Krankheiten. Ist eine Störung im Funktionskreis Lunge vorhanden, dann wird die Abwehr-Energie schwach und kann schädliche Einflüsse (z.B. allergieauslösende Stoffe) nicht mehr ausreichend bewältigen.

  • Die Lunge ist also die „erste Verteidigungslinie“ gegen schädliche Einflüsse. Daraus ergibt sich, dass sie auch häufig bei allergischen Erkrankungen der Atmungsorgane (Heuschnupfen oder allergisches Asthma) durch Akupunktur beeinflusst wird.
  • Der Lunge hat in der chinesischen Medizin eine enge Beziehung zu Haut, Schleimhäuten und Dickdarm. Allergische Reaktionen aus diesem Bereich werden daher auch häufig über Akupunkturpunkte von Lungen- und Dickdarmmeridian behandelt.

Milz und Magen

Nach asiatischer Auffassung sind Milz und Magen die am Aufnahme- und Umwandlungsprozess von Nahrung zentral beteiligten Organe. Ist in einem  dieser Organe eine Störung vorhanden, kann oft nicht mehr ausreichend qualitativ hochwertige Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie umgewandelt werden. Dies kann dazu führen, dass zu wenig Energie vorhanden ist, um eine erfolgreiche Immunabwehr aufzubauen – allergische Reaktionen sind die Folge.

  • Störungen im Bereich von Milz und Magen zeigen sich oft als typische Verdauungsbeschwerden wie häufiger oder lockerer Stuhlgang, Verstopfung, Blähungen, gespannter Bauch, Magenschmerzen usw.
  • Durch falsche Ernährung oder schwache Milz und Magen können sich im Körper Schleim oder Feuchtigkeit bilden. Er zeigt sich dann eventuell als Nasenschleim bei Heuschnupfen, Schleim im Sputum bei allergischem Asthma, feuchten Hautausschlägen oder schleimiger Stuhlgang bei allergischen Reaktionen des Magen-Darm-Trakts.
  • Milz und Magen sind nach Auffassung der asiatischen Medizin eng gekoppelt. Bei unausgewogener Energie im Magen (z.B. alle Arten von Magensymptomatiken wie Aufstoßen, Erbrechen, Übersäuerung, Sodbrennen usw.) können diese Probleme auf die Milz übergreifen und das ganze System schwächen. Die insgesamt schwache Verdauung macht empfänglich für Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien.

Feststellung des Krankheitsmusters

Anhand der Symptome des Patienten sowie der Diagnose über Zunge, Puls und Abtasten verschiedener Punkte wird festgestellt, welche Organe und Meridiane betroffen sind. Dann muss identifiziert werden, welcher schädliche Einfluss vorliegt. Hier ein paar Beispiele:

  • Allergische Reaktionen mit Schleimbildung bedeuten den bereits erwähnten Schleim im Körper.
  • Trockene Haut (z.B. Ekzeme) oder Schleimhäute weisen auf Trockenheit im Körper.
  • Entzündungen, Rötungen, fühlbare Wärme, Brennen oder Hitzegefühle zum Beispiel bei Hautreaktionen oder Entzündungen im Magen-Darm-Trakt stellen zu große Hitze dar.
  • Feuchte oder nässende Hautreaktionen (feuchte Ausschläge, Akne, Ödembildung) weisen auf zu viel Feuchtigkeit im Körper.

Entsprechend des betroffenen Funktionskreises und der beteiligten Einflüsse wird für jeden Patienten individuell ein Therapiekonzept erstellt mit der passenden Auswahl von Punkte für Akupunktur oder Moxibustion oder weitere Behandlungstechniken.  

Bei allen allergischen Problemen können Kräutertherapie und Ernährungsumstellung oft zusätzliche Verbesserung erbringen.

Heuschnupfenbehandlung in meiner Praxis:

  • Ausführliches Erstgespräch, Untersuchung und Erstellung einer Diagnose nach asiatischem Syndrommuster
  • Behandlung mit Akupunktur, Moxa und speziellen Kräutern in der Akutphase der Beschwerden (Pollenflugzeit), mit dem Ziel, die akuten Beschwerden zu lindern.
  • Akupunktur, Moxa und die Konstitution stärkende Kräuter außerhalb der Heuschnupfensaison zur Prophylaxe und Stabilisierung des Immunsystems.

  News / Aktuelles

Fortbildung für Fachkreise mit Dr. Andreas Brüch: Introduction to Korean SaAm-Acupuncture, 19. Juli, University of Westminster, London

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