Japanische Meridiantherapie

Japanische Meridiantherapie

Meridiantherapie - Akupunkturmethode
Pulspositionen an den Handgelenken

Die Meridiantherapie ist eine Akupunkturmethode der japanischen Medizin. In der Meridiantherapie  sucht der Therapeut im Merdian- und Organsystem nach dem hauptsächlichen Energiedefizit des Körpers, um dieses aufzufüllen.

Die Diagnose erfolgt mittels einer speziellen, in Japan entwickelten Puls-, Bauchdecken- und Meridiantastung. Die Merdiantherapie hat aus dem klassischen Heilwissen in Kombination mit neueren Praxiserfahrungen eine Fülle von pragmatischen Behandlungsansätzen und –methoden entwickelt, die sie von der chinesischen Akupunktur abgrenzt.

Meridiantherapie
Dr. Brüch mit Shudo Denmei, einer der bekanntesten Lehrer für Meridiantherapie in Japan

Eine Grundannahme der Meridiantherapie ist, dass jeder zu starke Eingriff in das Energiesystem während der Behandlung den harmonischen Fluss der Energie stören und eine weitere Heilung beeinträchtigen könnte. Daher ist man in der Meridiantherapie um möglichst schmerzfreie Nadelstichtechniken in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre bemüht.

Die Therapie hat insgesamt das Ziel, die Energie in den Meridianen auszugleichen, um die Selbstheilungskräfte des Menschen zu stärken. Zusätzlich zu der natürlich ebenfalls in der Meridiantherapie durchgeführten symptomatischen Behandlung soll so gleichzeitig die tieferliegende Ursache der Beschwerden angesprochen werden.

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Die japanische Meridiantherapie (Keiryaku Chiryo) entwickelte sich seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, indem Ärzte und Akupunkteure aus Japan die klassischen chinesischen Texte zur traditionellen Medizin auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis überprüft und neu interpretiert haben. Ein großer Teil der praktizierenden Therapeuten in Japan ist blind. Daher liegt ein Schwerpunkt auf dem Erkennen von körperlichen und energetischen Veränderungen der Patienten mittels Ertasten durch den Therapeuten.

Erster Behandlungsschritt der Meridiantherapie ist, festzustellen, in welchem Organbereich oder in welchen Meridianen das größte Energiedefizit besteht, um dieses auszugleichen. Dabei wird jeder Patient zunächst einem von vier wesentlichen Grundmustern zugeordnet. Konkret kann dies nach dem Konzept der Merdiantherapie ein Mangel an Energie (chinesisch „Qi“, japanisch „Ki“) im Lungen-, Milz-, Nieren- oder Lebermeridian sein. Nach dieser Festlegung wird die weitere, differenziertere Therapie vorgenommen. Dem Organismus soll damit geholfen werden, auch aus eigener Kraft wieder ins Gleichgewicht zu finden.

Im Vergleich zur typisch chinesischen Akupunktur hat die Entwicklung der Meridiantherapie hat zu einigen Besonderheiten geführt:

  • Verwendung sehr dünner, schmerzarmer Nadeln
  • Möglichst schmerzfreie Akupunktur: sehr feine Nadelstichtechniken
  • Vergleichsweise oberflächliche, geringe Einstichtiefe der Nadeln
  • Diagnose mittels Puls nach spezieller japanischer Vorgehensweise
  • Anwendung der Bauchdeckendiagnose (Betasten des Abdomens), die in der chinesischen Medizin käum gebräuchlich ist.
  • Überprüfung der Behandlungseffekte mittels Pulsdiagnose nach jedem wesentlichen Behandlungsschritt
  • Häufiger Einsatz von Moxibustion (Moxa) in der Therapie: Dabei werden oft winzige Moxakegel (Reiskornmoxa) direkt auf der Haut angewendet.
  • Nutzung zusätzlicher Akupunkturpunkte, die aus der Praxiserfahrung der japanischen Therapeuten stammen.
Japanisches Reiskornmoxa
Japanisches Reiskornmoxa (im Vergleich mit Reiskorn)

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