Chronisches Erschöfpungssyndrom

Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) und asiatische / chinesische Medizin

chronische Erschöpfung| chinesische Medizin

Das chronische Erschöpfungssyndrom (chronic fatigue syndrome / CFS) zeichnet sich durch andauernde, die Lebensführung einschränkende geistige und körperliche Erschöpfung mit vielfältigen weiteren Symptomen aus. Alternative Bezeichnungen für dieses Krankheitsbild sind Myalgische Encephalomyelitis (ME) oder Chronic Fatigue Immune Dysfunction Syndrome (CFIDS).

Typische Symptome und Beschwerden

  • Meist liegt eine Kombination von verschiedenen Symptomen vor wie Kopf-, Hals- oder Muskelschmerzen, Gedächtnisstörungen, nicht erholsamer Schlaf oder Lymphknotenschwellung vor.
  • Es treten auch Beschwerden des Verdauungssystems, Immunsystems, Urogenitalsystems und der Stoffwechselfunktionen auf.
  • Häufig gibt es Beschwerden, die ähnlich wie eine akute oder chronisch verlängerte Infektions- oder Erkältungskrankheit erscheinen: Halsschmerzen, Husten, Verminderung der Energie, Müdigkeit, Fieber oder veränderte Temperaturempfindung (Frieren, Fieber oder subjektives Wärmegefühl).
  • Besonders typisch ist eine anhaltende Verschlechterung des Allgemeinzustands, des Energiepegels und der jeweiligen Krankheitssymptome nach Anstrengung sowie deutlich verlängerte Erholungsphasen.1

Bislang gibt es in der Schulmedizin keine eindeutigen diagnostischen Tests für diese Erkrankung. In der medizinischen Fachliteratur wird teilweise darüber diskutiert, ob es sich tatsächlich um ein einheitliches Krankheitsbild mit einer klaren diagnostischen Kategorie handelt, da es eine solche Fülle möglicher Kombinationen von Symptomen und Beschwerden gibt. In der Praxis wird das chronische Erschöpfungssyndrom normalerweise als Ausschlussdiagnose festgestellt. Das heißt, andere in Frage kommende Ursachen werden durch körperliche und Laboruntersuchung zunächst ausgeschlossen, bevor man ein chronisches Erschöpfungssyndrom diagnostiziert (Fukuda, 1994)3.

Generell wird ein Zusammenhang mit einer Auslösung durch vorangegangene Infektionserkrankungen vermutet, da das Beschwerdebild häufig mit oder nach einer Infektion beginnt, häufiger beispielsweise nach einem Pfeifferschen Drüsenfieber (Epstein Barr Virus), Borreliose oder einer Infektion mit Clamydien (Carruthers, 2001)2.

Alternative Behandlungskonzepte mit chinesischer Medizin

Wie können chinesische Medizin, Akupunktur und Kräuterheilkunde helfen?

Aus Perspektive der asiatischen/chinesischen Medizin kann das chronische Erschöpfungssyndrom als Mangel an Energie (chin. Lebensenergie Qi) interpretiert werden, durch den es dem Körper nicht mehr gelingt, mit dem Krankheitsfaktor aus eigener Kraft fertig zu werden.

Die asiatische Medizin bietet hier zur Behandlung zwei zentrale Ansatzpunkte, die man beide gleichzeitig verfolgen kann:

  • Den krankmachenden Faktor zu beseitigen oder zu vermindern.
  • Die Schwäche des Körpers zu stärken oder „auffüllen“, um die Abwehr- und Selbstheilungskräfte zu verbessern.

Diese Vorgehensweise kann mit Akupunktur und Kräutertherapie umgesetzt werden. Die jeweiligen konkreten Beschwerden und Symptome weisen dabei darauf hin, welche Behandlung für den Patienten geeignet ist.

Bei Fragen oder weiterem Informationsbedarf berate ich Sie gerne.

 

 

Literatur

1 Carruthers, B. M. et al. (2003). Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome: Clinical Working Case Definition, Diagnostic and Treatment Protocols. Journal of Chronic Fatigue Syndrome, Vol. 11(1).

2 Carruthers, B. M. et al. (2011). Myalgic Encephalomyelitis: International Consensus Criteria. Journal of Internal Medicine 270 (4), 327 – 338.

3 Fukuda K. et al. (1994). The chronic fatigue syndrome. A comprehensive approach to its definition and study. Annales of Internal Medicine.

4 Mowbray JF & Yousef GE (1991). Immunology of postviral syndrome. British Medical Bulletin, 47: 4, 1991, 886-894.

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