Akupunktur – Moderne Schmerztherapie mit den Methoden der asiatischen Medizin
Sanfte und wirkungsvolle Hilfe bei akuten und chronischen Schmerzen
Akupunktur bietet eine sanfte, aber hochwirksame Methode, chronische und akute Schmerzen zu lindern. Durch das genaue Setzen feiner Nadeln werden Nervenrezeptoren in Haut und Muskulatur stimuliert. Gleichzeitig erlaubt die traditionelle asiatische Diagnose eine gezielte Behandlung der Schmerzursachen gemäß der Theorie der Meridiane und inneren Organe und berücksichtigt dabei individuellen Symptome.
Wie Akupunktur Schmerzen positiv beeinflussen kann
Durch Akupunktur werden verschiedene körperliche Mechanismen aktiviert, die zu einer natürlichen Schmerzminderung führen können:
• Ausschüttung von körpereigner Endorphinen und weiterer opiodartigen Substanzen
• Verbesserte Muskelentspannung und Durchblutung
• Hemmung entzündungsfördernder Botenstoffe und Förderung entzündungshemmender Faktoren wie etwa Interleukin IL-10 und Adenosin
• Reduktion von Stresshormonen und Aktivierung des beruhigenden Anteils des vegetativen Nervensystems (Sympatikus)
• Verbesserung der Mikroblutzirkulation
• Beeinflussung zentraler Schmerzverarbeitung im Gehirn
Diese Prozesse können dazu beitragen, sowohl akute Schmerzen als auch langanhaltende Schmerzsyndrome deutlich zu reduzieren.
Faszien und Akupunktur – moderne Forschung trifft traditionelle Medizin
Besonders spannend finde ich Ergebnisse aus der modernen Faszienforschung. Bei Beschwerden des Bewegungsapparates kommt es häufig zu einer unregelmäßigen, „chaotischen“ Ausrichtung von Faszienfasern. Studien legen nahe, dass durch das Setzen von Akupunkturnadeln diese Verformungen reduziert werden und die Faszien sich wieder ihrer natürlichen Struktur entsprechend neu ordnen können, wodurch Beweglichkeit und Schmerzempfinden positiv beeinflusst werden.
Ergänzende Kräutertherapie (TCM) für nachhaltige Schmerzbehandlung
Passende chinesische Kräuterrezepturen können das Akupunkturkonzept sinnvoll ergänzen. Sie unterstützen Regeneration, Durchblutung und energetisches Gleichgewicht – besonders bei chronischen Beschwerden.
Mind Acupuncture – den emotionalen Anteil von Schmerzen mitbehandeln
Eine moderne Methode aus Südkorea
In meiner Praxis nutze ich zur Schmerztherapie zusätzlich zur klassischen Akupunktur auch „Mind Acupuncture“ nach Dr. Jeong-Hwan Lee aus Südkorea. Diese neue Methode wurde für die Therapie chronischer Schmerzen und emotionaler Belastungen entwickelt.

Mind Acupuncture verbindet traditionelle koreanische Medizin mit Methoden moderner psychologischer Beratung. Akupunktur wird hier kombiniert mit entspannender Tiefenatmung aus der Meditation (Jung Shim Ju Atemmethode) und bildhafter, imaginativer Veränderung des Schmerzbildes und negativer Emotionen. Auf diese Weise wird sowohl die körperliche Schmerzsymptomatik als auch die mental-emotionale Ebene behandelt.
Wie Mind Acupuncture auf die Schmerzwahrnehmung wirken kann
Diese Vorgehensweise kann zu einer Veränderung der Schmerzwahrnehmung und -interpretation führen, wie sie auch bei anderen westlichen psychologischen Methoden angewendet wird wie zum Beispiel bei:
• Hypnotherapie,
• kognitiver Verhaltenstherapie,
• der Arbeit mit dem „inneren Team“.
Gerade bei chronischen Schmerzen kann diese Kombination aus Körper- und Emotionsarbeit besonders hilfreich sein.
Meine Erfahrung mit Mind Acupuncture

Ich praktiziere Mind Acupuncture seit 2022. Die Ausbildung habe ich direkt bei Dr. Lee erhalten und in seiner Praxis in Korea mehrfach hospitiert. Als promovierter Psychologe und Akupunkturspezialist finde ich die Methode für mich als Therapieform besonders passend, weil sie asiatische Heilkunde und westliche Psychologie harmonisch verbindet.
