Tinnitus/Hörsturz

Tinnitus und Hörsturz sind aus schulmedizinischer Perspektive häufig durch eine Erkrankung des Innenohrs verursacht. Oft wird eine Störung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Innenohrs vermutet, was zu einer Schädigung neurologischer Strukturen führen kann.

Zusätzlich kommen noch weitere Ursachen in Frage, beispielsweise:

  • Verletzungen von Trommelfell oder Innenohr
  • Bakterielle oder virale Infektionen
  • Knalltrauma oder eine längerfristige Beschallung mit zu starkem Schalldruck
  • Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • Neurologische Veränderungen im Innenohr bzw. der Gehörnerven
  • Zu geringe Flüssigkeitsversorgung des Körpers mit daraus folgender schlechter Durchblutung des Innenohrs
  • Bluthochdruck
  • Emotionale Belastung / Stress

Bevor eine Behandlung mit asiatischer Medizin begonnen wird, sollte daher immer eine sorgfältige Abklärung durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt erfolgen bzw. ein Ausschluss von Krankheitsursachen, die eine schulmedizinische Behandlung benötigen.

Aus Sicht der asiastischen Medizin sind Tinnitus oder Hörsturz oft durch eine Störung der mit den Ohren in Zusammenhang stehenden Merdidiane bedingt. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Zirkulation der Energie (also des Qi) zwischen oben und unten im Körper nicht richtig funktioniert. Entweder steigt zuviel Energie unkontrolliert nach oben zu Kopf und Ohren oder es kommt dort zu wenig an. Beides kann die Ohrensymptome verursachen. Ursache sind hier häufig Faktoren wie Erschöpfung, Überarbeitung, Stress oder emotionale Belastung.

Typisches Behandlungskonzept bei Tinnitus oder Hörsturz in meiner Praxis:

  • Ansprechen des „Grundproblems“ (beteiligte Organe und Meridiane / konstitutionelle Faktoren) durch Akupunktur und Kräutertherapie
  • Lokale Behandlung von Akupunkturpunkten im Bereich des Ohrs
  • Fördern der emotionale Entspannung
  • Behandlung muskulärer Verspannungen und Schmerzpunkte im Schulter-Nacken-Hals-Bereich und im Bereich der kleinen Muskeln am und um das Ohr.