Koreanische SaAm-Akupunktur

SaAm-Akupunktur ist ein Akupunkturstil, der vor ca. 300 Jahren von einem buddhistischen Mönch aus Korea entwickelt wurde. Diese Methode wird in Südkorea von vielen Ärzten der traditionellen koreanischen Medizin angewendet und ist sehr wirkungsvoll.

Meister SaAm: Buddhistischer Mönch aus Korea ca. 1644 – 1742

SaAm-Akupunktur wird auch als Vier-Nadel-Technik bezeichnet, weil das diagnostizierte Krankheitsmuster nach einem durchgängigen System jeweils mit nur vier verschiedenen Akupunkturpunkten behandelt wird.

Mit dieser Methode werden im wesentlichen vier Gruppen von Erkrankungen therapiert:

  • Örtlich bezogene Beschwerden und Schmerzen: Probleme, die sich aufgrund ihres Ortes eindeutig dem Verlauf eines Meridians zuordnen lassen.
  • Innere Erkrankungen“: Beschwerden, welche nach dem speziellen Verständnis der asiatischen Medizin als Ursache eine Störung der inneren Organe haben.
  • Konstitutionelle Probleme: Beschwerden, die sich aufgrund des allgemeinen Körpertyps entwickelt haben.
  • Emotionale Störungen: Erkrankungen, die durch mental-emotionale Belastungen beeinflusst werden.

Für den Patienten ergibt sich im Vergleich zur bekannten TCM der Vorteil, dass die Anzahl der verwendeten Nadeln mit SaAm-Akupunktur insgesamt deutlich geringer ist. Dies bedeutet, dass bei einem normalen Behandlungstermin meist nicht mehr als acht bis zehn Akupunkturpunkte genadelt werden.

Außerhalb Koreas ist SaAm-Akupunktur noch kaum bekannt. Bisher gibt es in Deutschland nur wenige Therapeuten, die sie praktizieren. Ich habe meine Ausbildung in dieser Methode bei koreanischen Lehrern absolviert und unterrichte mittlerweile selbst SaAm-Akupunktur in Deutschland. Außerdem bin ich Autor des ersten deutschen Lehrbuchs über diese Methode.

SaAm-Akupunktur ist der in meiner Praxis als Hauptmethode angewendete Akupunkturstil.

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